Erhaltung des Blaulatzaras

Die Schaffung eines Naturschutzgebietes für diese endemische Art. hat bereits eine deutliche Erholung erreicht.

Der Blaulatzara ist im Bezirk von Beni (Bolivien) beheimatet und sehr stark gefährdet. Obwohl er seit 1979 durch Fang und Handel bekannt ist, konnte die Spezies in der Natur nicht lokalisiert werden und wurde wissenschaftlich erst im Jahr 1992 anerkannt, als sie sich bereits in einem gefährdeten Zustand befand. Die Zerstörung seines Lebensraums, der frühere illegale Handel, um ihn als Haustier zu halten, und die Jagd auf ihn, wegen seines Federkleids, stellen die Hauptbedrohungen für den Blaulatzara dar.

Ara glaucogularis
Erhaltungsstatus: Kategorie CR (vom Aussterben bedroht) der Roten Liste der IUCN.
Wildpopulation: 350, langsam ansteigend
Tiere in Menschenobhut: 1.000, ansteigend

Ziele
Den von der IUCN zugeordneten Erhaltungsstatus stufenweise verbessern, damit der Status “vom Aussterben bedroht” sobald wie möglich abgestuft werden kann.

Strategie
Aufbau eines Reservates zum Schutz dieser Spezies sowie Bildungsmaßnahmen für die Einwohner, um die Sensibilität der Menschen vor Ort zu wecken. Des Weiteren ist es unumgänglich, den Blaulatzara weiterzuerforschen und den Neuaufbau seines Lebensraumes zu fördern.

Aktionen
Sehr zufriedenstellend verlief das Projekt der Bewusstseinserweckung der lokalen Bevölkerung. Dank weitreichender Verurteilung des illegalen Handels und dem Ersatz der Arafedern und weiterer Bestandteile im traditionellen Kopfschmuck durch Künstliche der Ureinwohner. Sowie diverse weitere Kampagnen, Workshops und Bildungsprojekte waren der Schlüssel zum Erfolg.

Die Einrichtung des Barba Azul Schutzreservats für den Blaulatzara war ein weiterer Triumph dieses Projektes, bei dem die LPF die Organisation Armonia, Partner von BirdLife International, unterstützt. Durch die entwickelten in-situ-Projekte - die Zucht mit eingebauten künstlichen Nestern zu unterstützen - sind mehr Küken geschlüpft. Unter anderem ist die Wildpopulation heute aus diesem Grund um das Zehnfache größer als noch Ende der 1990er Jahre. Das Reservat wurde zudem vor den Viehbeständen geschützt und in ihm eine Station für die logistische Versorgung der Wissenschaftler errichtet, welche die Population des Blaulatzaras untersuchen.

Bolivien
Bezirk Beni

Lokale Partner
Armonía

Weitere beteiligte Organisationen
Regierung von Bolivien
Bezirksregierung von Beni
Technische Hochschule von Beni
Verband der Viehzüchter von Beni und Pando

Bereitgestellte Mittel seit 1995: 1,589,148 $

Ara glaucogularis