Erhaltung der Königsamazone

Die Königsamazone verfügt nur über eine kleine Populationsgröße und ein begrenztes geographisches Verbreitungsgebiet auf einer einzigen Insel. Die Jagd als Nahrungsmittel, der Fang für den Handel und der Verlust von Lebensraum waren die Hauptgründe für das Schwinden der Population. Die Waldzerstörung ist eine Folge der Fortwirtschaft, der Ausweitung der Bananenplantagen und der Kohleproduktion, zudem der Fällung von Nistbäumen durch Jäger. Des Weiteren wird die Spezies durch heftige Naturereignisse wie Vulkanausbrüche und Orkane gefährdet.

Amazona guildingii
Erhaltungsstatus: VU (gefährdet) der Roten Liste der IUCN
Wildpopulation: 735, stabil oder langsam ansteigend
Tiere in Menschenobhut: unbekannt

Ziele
Das Wachstum der Populationen in Gefangenschaft und in der Natur und das Erlangen eines größeren Schutzgebietes des Lebensraumes der Königsamazone.

Strategie
Unterstützung bei der Ausarbeitung eines Erhaltungsplanes für die Spezies (SCP), der die Prioritäten der eingesetzten Aktionen festlegt und Neue einleitet. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Forstwirtschaft wird die Erhaltung in situ und ex situ in der SPC empfohlen. Außerdem werden Trainings und andere Techniken, zusammen mit der Regierung von St. Vincent, für die Erhaltung der Königsamazone und deren Lebensraum angeboten. In der SVPCC soll das Ziel eine überlebensfähige in Gefangenschaft lebende Population, eine wichtige Grundlage gegen das Aussterben der Spezies, aufgebaut werden.

Aktionen
Der Erhaltungsplan dieser Spezies (SCP) wurde 2005 fertiggestellt und veröffentlicht. Die bemerkenswertesten Aktionen zeigten die zweijährigen Populationszählungen der Wildpopulation – bei der letzten Zählung 735 Individuen. Zusätzlich unterstützte das Projekt die Veröffentlichung von Lehrmaterial und verbesserte die Einrichtungen in St. Vincent (Nicols Wildlife Center, botanischer Garten), um die Population in Gefangenschaft zu erhalten und zu züchten. Gefangene Exemplare stammen aus Beschlagnahmungen und Verletzungen und in den letzten Jahren bildeten sich im Center vier erfolgreiche Zuchtpaare. Das Projekt war zudem gegen den Bau einer Straße, welche einen Großteil des Lebensraums der Königsamazone zerstört hätte und keine ökonomischen und sozialen Begründungen vorlagen. LPF schickte ebenfalls Tierärzte nach St. Vincent, um dort Techniker des Fortwirtschaftsamtes für die Haltung der Spezies in Gefangenschaft weiterzubilden. Eine genetische Analyse zeigte ausreichende genetische Vielfalt, um als Gründer der Population zu dienen, jedoch müssen einige Individuen ausgetauscht werden, um Inzucht zu vermeiden, besonders um mehr Tiere zu erhalten. Das letzte Anforderung hängt mit den sozialen Eigenschaften der Spezies zusammen, die ein sehr geringes Fortpflanzungsverhalten zeigen ohne die Unterstützung von Gruppen einzelner Tiere.

St. Vincent und die Grenadinen

Lokale Partner
Forstwirtschaftsamt, Ministerium für Agrarwirtschaft und Fischerei

Weitere beteiligte Organisationen
Vereinigung zum Erhalt der Königsamazone

Bereitgestellte Mittel seit 2001: 36.700 $