Projekt zum Erhalt der Gelbnackenamazone

Die Gelbnackenamzone wird vor allem durch die Bewirtschaftung und Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht. Lokale, demographische Trends zeigen einen rasanten Populationsrückgang, im geographischen Verbreitungsgebiet zwischen Süd-Mexiko und der Pazifikküste Costa Ricas. Diese Spezies kann zudem die menschliche Stimme sehr gut nachahmen und ist daher sehr beliebt als Haustier in ihrem Ursprungsgebiet, welches die illegale Entnahme der Küken aus ihren Nestern fördert.

Amazona auropalliata
Erhaltungsstatus: VU (gefährdet) der Roten Liste der IUCN
Wildpopulation: mindestens 20.000, maximal 50.000, rasant sinkend
Tiere in Menschenobhut: unbekannt

Ziele
Das Ziel ist es einen Populationsanstieg der Gelbnackenamazone in Nicaragua verzeichnen zu können, wo direkte Erhaltungsmaßnahmen eingesetzt werden und konstant größeres Bewusstsein für den Erhalt geschaffen wird.

Strategie
Bewachung der Nester sowie Forschung über Fortpflanzungsökologie der Gelbnackenamazone und ausgleichen des Verlusts natürlicher Brutplätze durch Anbringen künstlicher Nistplätze. Um Wilderei zu verhindern, wird zudem ein Nestüberwachungsprogramm ausgearbeitet. Des Weiteren werden Bildungsprojekte in Schulen und Workshops durchgeführt, um der Bevölkerung die Gefährdung der Spezies nahezubringen und sie in das Programm miteinzubeziehen. Außerdem sollen Peilsender eingesetzt werden, um Bewegungen und Lebensräume von Jungvögeln zu dokumentieren und kommunale Schlafplätze zu finden. Zusätzlich soll die Überwachung die Abhängigkeit der Gelbnackenamazone und anderer Papageien über bevorzugte Lebensräume und Populationsdichte aufzeigen.

Aktionen
Ein lokales Team (frühere Wilderer) wurde in modernen Baumklettertechniken und Umgang mit Sicherheitswerkzeugen geschult. Die neuesten Installationen künstlicher Brutplätze wurden beobachtet und instand gehalten, jedoch musste festgestellt werden, dass in dieser Region oftmals kleinere Säugetiere die Brutplätze nutzen, weswegen nun ein neues Design angebracht und getestet wird. Bis zu 70 potenzielle und früher genutzte Nistbäume wurden besucht und beurteilt, wobei sich 40% als geeignet für die Amazonen herausstellten. Das Projekt kann erwarten 10/11 Papageiennester jährlich hinzufügen zu können, um die Menschen anzuregen, diese zu schützen. Über 60% der Nester produzieren erfolgreich Nachwuchs; etwa 14 Stück / Jahr. Eine Karte über die Verteilung der verschiedenen Landnutzungstypen wurde vervollständigt, wodurch die Analyse der Auswirkung der Lebensraumnutzung durch die Gelbnackenamazone erleichtert wird. Bildungsprojekte wurden durchgeführt mit einem Fokus auf die „jungen Entdecker“ und 83 Poster an Kinder verteilt, um die Aufmerksamkeit auf solche Aktionen zu richten. Die „jungen Entdecker“, welche an dem Programm teilhaben, erhalten zudem ein Wappen, welches die Gelbnackenamazone zeigt.

Nicaragua

Lokale Partner
Paso pacífico

Weitere beteiligte Organisationen
Sea World-Busch Gardens
USFS- International Institute for Tropical Forestry

Bereitgestellte Mittel seit 2008 166,092 $