Künstliche Befruchtung von Papageien

Wegen der kritischen Situation vieler Papageienarten, ist die einzige Alternative die Zucht in Menschenobhut, wo das Fehlschlagen der Fortpflanzung relativ häuig auftritt. Dies erfordert den Eingriff des Menschen im Rahmen einer künstlichen Befruchtung. Eine der größten Schwierigkeiten, auf die die Experten in diesem Prozess stoßen, ist die Verfügbarkeit des Samens zum richtigen Zeitpunkt, und zwar während des Eierlegens. Aus diesem Grund ist die Konservierung in Form von Kryokonservierung als gute Alternative, die bereits bei Säugetieren angewendet wird, in Betracht zu ziehen.

Ziele

Sobald die vorherige Phase dieses Projektes, bei der man erfolgreich den Samen einer großen Anzahl von mehr als 100 Spezies von Papageien gewonnen hat und die darauffolgende künstliche Befruchtung stattgefunden hat, erst einmal abgeschlossen ist, wird das neue Ziel sein, eine Methode zum Einfrieren und somit zur Konservierung des Samens einzusetzen.

Strategie

Die Forscher der Loro Parque Fundación und der Universität Gießen arbeiten an der Zusammenstellung eines Protokolls, welches speziell im Rahmen der künstlichen Befruchtung bei Papageien anfgewendet werden soll. Dafür widmen sie sich insbesondere der Untersuchung der Penetration der Samenfäden in die Vordotterhaut des Eis und der Feststellung, ob die Nachzählung der hinterlassenen Poren durch die Samenfäde dazu dienen können, während unterschiedlicher Zeiträume nach dem Legen des Eis und der Brutzeit, befruchtete Eier von unbefruchteten zu unterscheiden.

Aktionen

Die Studie wurde komparativ mit verschiedenen Vogelarten wie Gänsevögeln, Hühnervögeln und Tagraubvögeln durchgeführt. Die Eier wurden für maximal sieben Tage in einem Inkubator beaufsichtigt. Dabei wurde der Einfluss der Zeit, der Temperatur und des Lichts registriert. Mit Ausnahme der Gänse ist das System ein Erfolg gewesen und obwohl die Ergebnisse andeuten, dass es bei einer Vielzahl an Spezies effizient anwendbar ist, sollte der Prozess mit neuen Untersuchungen perfektioniert werden.

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