Erforschung der Drüsenmagendilatation

Die Drüsenmagendilation oder Proventricular Dilatation Disease (PDD) ist eine fortschreitende und ansteckende Erkrankung, welche oft tödlich für die Papageien in Gefangenschaft und in freier Wildbahn auf der ganzen Welt endet. Aktuelle Studien belegten die bereits lange existierenden Vermutungen, dass es sich um eine Virusinfektion handelt. Die Loro Parque Fundación und die Universität Gießen (Deutschland) erzielten in diesem Zusammenhang schon beträchtliche Fortschritte.

Ziele
Erhalt von neuen wissenschaftlichen Kenntnissen über die Krankheitsentwicklung und dem Verhältnis zum Vogel-Bornavirus und/oder den Paramyxoviren bei Papageien.

Strategie
Charakterisierung der isolierten potenziellen Virenstämme, durch genomische Sequenzanalyse, virale Proteine und Infektionsprozesse. Man bewertet die Rolle, die diese Viren bei der Pathologie der Drüsenmagendilatation spielen, mit dem Ziel, Instrumente zu entwickeln, um die Krankheit zu kontrollieren.

Aktionen
Das Team arbeitete mit mehr als 2.400 Proben von mindestens 1.500 Papageien aus Spanien und Deutschland, bei denen nicht zwangsläufig der Verdacht bestand an der Krankheit zu leiden. Die Tests auf Vogel-Bornaviren und/oder Paramyxoviren schließen Letztere als Ursache für die Krankheitsentstehung, aus. Im Falle der Bornaviren hingegen waren die Übereinstimmungen bezeichnend.

Deutschland
Gießen

Lokale Partner
Universität Gießen
Universiät Leipzig

Bereitgestellte Mittel seit 2009: 103.453 $