Erforschung und Erhaltung des Graupapageis

Der afrikanische Graupapagei wird als „potenziell gefährdet eingestuft. Jedoch führt der rasche Verlust und die Rodung der Wälder sowie das Einfangen zu kommerziellen Zwecken dazu, dass wir befürchten müssen, dass man ihn in Zukunft womöglich als „gefährdet“ verzeichnen muss. Trotz seiner weiten geografischen Verbreitung, beschränkt sich der Großteil der Kenntnisse über diese Spezies und ihre Überlebensfähigkeit auf die Populationen die in West- und Zentralafrika leben. Das Projekt wird in Ghana durchgeführt, wobei begonnene Studien auch in Kamerun fortgeführt werden.

Psittacus erithacus
Erhaltungsstatus: Kategorie NT (potenziell gefährdet) der Roten Liste der IUCN
Status Freiland: Zwischen 40.000 und 100.000 in Westafrika
Tiere in Menschenobhut: unbekannt

Ziel
Einschätzung der Nachhaltigkeit der Graupapageipopulationen in Westafrika mit dem Ziel, die reale Situation dieser Spezies in Erfahrung zu bringen und ihre Gefährdung durch Vorschläge für neue Aktionen zu vermeiden.

Strategie
Das Projekt nimmt die wesentlichen von BirdLife vorgeschlagenen Maßnahmen in Angriff: Überwachung der wildlebenden Populationen, um die aktuellen Tendenzen feststellen zu können sowie Erhöhung der Verwaltungskapazitäten der Arterhaltung in den Ländern, in welchen die Vögel verbreitet sind.

Aktionen
Das Projekt befasst sich hauptsächlich mit den im Westen verbreiteten Populationen, beginnend in Kamerun und gefolgt von Ghana. Die Feldforschung wird von Nathaniel Annorbah aus Ghana durchgeführt und seine Untersuhung wird Teil der Doktorarbeit sein, die er für die Manchester Metropolitan University (Vereinigtes Königreich) schreibt. Er wird von Doktoren seiner Universität und von BirdLife International beaufsichtigt. Die Forschungen liefern Daten über die Verbreitung der Graupapageien mit Hilfe der Feldforschung und der Erstellung von Modellen nach Regionen. Des Weiteren ermöglicht es die Einschätzung, wie viele Vögel gefangen wurden und die Zusammenstellung von neuen Informationen über die Fortpflanzungsbiologie, was besonders wichtig für eine Analyse der Lebensfähigkeit dieser Population ist. Es scheint so, als hätte die Spezies in Ghana einen Zusammenbruch erlitten und man arbeitet an einem Notfallplan für ihren Schutz. Obwohl die Anzahl der Spezies in Kamerun einen Rückgang erlitten hat, gibt es dort noch einen lebensfähigen Bestand.

Ghana und Kamerun

- Lokale Partner
· Ghana Wildlife Society
· Universität Dschang (Kamerun)

Weitere beteiligte Organisationen
· Manchester Metropoilitan University
· Birdlife International

Bereitgestellte Mittel seit 2006: 271,398 $

Psittacus erithacus