Folgearbeit und Erhaltung der Rotschwanzamazone

Die Nesterknappheit aufgrund des fortschreitenden Verschwindens der bevorzugten Bäume, die Unruhe, die der Tourismus in ihren Lebensraum bringt, und illegales Wildern von Küken haben zum Rückgang der Rotschwanzamazone geführt. Das Projekt hat dazu beigetragen die Tendenz umzukehren, ausgehend von ungefähr 2.500 gezählten Exemplaren sind es aktuell mindestens 7450 Registrierte. Das Arbeitsgebiet war in diesem Falle der Staat Parana, an der Südostküste Brasiliens.

Erhaltungsstatus: Kategorie VU (gefährdet) der Roten Liste der IUCN.
Status Freiland: 9.176, ansteigend
Tiere in Menschenobhut: unbekannt, 51 im europäischen Zuchtprogramm (EEP)

Ziele
Die Rodung wichtiger Bäume stoppen und Wiedergewinnung des Lebensraums der Rotschwanzamazone vorantreiben, damit sich die Spezies erholen und ihr Wachstum begünstigt werden kann.

Strategie
Die Hauptstrategie dieses Projektes bestand in der Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden, um bei der Beschaffung von Einnahmen zu helfen, die alternativ zur Abholzung von Nistbäumen und zur verbotenen Entnahme von Küken stehen. Aus diesen Gründen werden die Nester be- und überwacht.

Aktionen
Es wurde ein Überwachungssystem für die allgemeine Population sowie der Nester eingeführt, um die Biologie der Spezies zu erforschen und den Kükenklau zu verhindern. Zudem wurden Nistkästen installiert, damit die Vögel mit ihrem Aufzuchtprozess fortfahren können.
Die Sensibilisierung der lokalen Gemeinden für die Risiken der Abholzung von Guanandi-Bäumen, in denen die Vögel hauptsächlich nisten, hat unterschiedliche Schwierigkeiten in den einen und anderen Dörfern des Gebiets aufgezeigt. Hier geht es um Bevölkerungsgruppen, die ohne den extremen Abbau natürlicher Ressourcen ihre Grundbedürfnisse nicht decken können, sie brauchten also Alternativen. Eine Möglichkeit, die sehr gut angenommen wurde, war die Förderung der Bienenzucht mit einheimischen Bienen ohne Stachel, um mit dem Verkauf von Honig Gewinne zu erzielen. Was die Ergebnisse bezüglich der neuen Nester angeht, können wir pro Jahr den Schlupf von ungefähr 150 Küken verzeichnen.

Brasilien
Paraná (Südostküste)

Lokale Partner
Society for Wildlife Research and Environmental Education (SPVS)

Weitere beteiligte Organisationen
Guaraqueçaba Beekeeping Association
Institute for Ecological Research (IPE)
State University of Sao Paulo
Natural History Museum, Curitiba

Bereitgestellte Mittel seit 1997: 561,409 $

Amazona brasiliensis