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Ein von Loro Parque Fundación in Zusammenarbeit mit dem Macaronesia Species Survival Centre, Universitäten der Kanarischen Inseln und dem CanBio-Projekt durchgeführter Workshop bestätigt die Notwendigkeit, Schutzmaßnahmen zu verstärken.

Die Stiftung Loro Parque Fundación positioniert sich erneut an der Spitze der wissenschaftlichen Naturschutzarbeit, indem sie einen internationalen Workshop zur Neubewertung des Erhaltungszustands endemischer Arthropoden (Gliederfüßer) der Kanarischen Inseln initiiert und ausrichtet. Das Treffen, das dank der Arbeit des Macaronesia Species Survival Centre in Zusammenarbeit mit lokalen Universitäten und dem CanBio-Projekt organisiert wurde, hat bestätigt, dass alle analysierten Arten weiterhin als bedroht gelten und vorrangige Aufmerksamkeit erfordern.

Der Workshop, der am 12., 13. und 14. Januar in den Einrichtungen der Loro Parque Fundación stattfand, brachte führende Fachleute aus nationalen und internationalen Universitäten und Forschungszentren sowie Expertinnen und Experten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) zusammen.

Im Rahmen des Treffens wurden 16 endemische Arthropodenarten neu bewertet, darunter Fliegen, Heuschrecken und Käfer, die ausschließlich im Archipel vorkommen. Nach der Analyse aktueller wissenschaftlicher Daten und dem Austausch von Expertenwissen kamen die Teilnehmenden zu dem Schluss, dass alle Arten weiterhin als gefährdet einzustufen sind. Die aktualisierten Bewertungen ermöglichen jedoch eine präzisere Einschätzung des tatsächlichen Risikoniveaus und eine gezieltere Ausrichtung der erforderlichen Schutzmaßnahmen.

Unterstützt wird diese wissenschaftliche Arbeit durch Forschung im Rahmen des CanBIO-Projekts, das zu gleichen Teilen von der Regierung der Kanarischen Inseln und der Loro Parque Fundación mit einer Gesamtinvestition von 4,5 Millionen Euro bis 2027 kofinanziert wird. Dank der gewonnenen Daten konnten wichtige Informationen zur Verbreitung, Populationsgröße und Bedrohungen mehrerer Arten aktualisiert werden, die seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr bewertet worden waren.

Der Präsident der Loro Parque Fundación, Christoph Kiessling, betonte, dass „wirksamer Naturschutz immer mit fundiertem Wissen beginnt. Die Unterstützung und Förderung dieser Art von wissenschaftlichen Begegnungen ist entscheidend, um unsere einzigartige Biodiversität besser zu verstehen und sicherzustellen, dass Naturschutzentscheidungen auf soliden und aktuellen Erkenntnissen beruhen.“

Carlos Ruiz, Forscher und wissenschaftlicher Koordinator des CanBio-Projekts, hob seinerseits die Bedeutung dieses Prozesses vor und erklärte: „Es ist von zentraler Bedeutung, Entscheidungen auf wissenschaftliche Daten zu stützen. Diese Arbeit ermöglicht es uns, bessere Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und Fortschritte beim sachgerechten Management und Schutz von Ökosystemen zu erzielen.“ Zudem warnte er, dass „die Ergebnisse die kritische Situation eines erheblichen Teils der Artenvielfalt der kanarischen Landökosysteme hervorheben und die Rolle der wissenschaftlichen Forschung als unverzichtbares Instrument für den Schutz des Naturerbes unterstreichen.“

Die Fachleute sind sich einig, dass Änderungen in der Einstufung einzelner Arten nach der Neubewertung nicht zwangsläufig eine Verbesserung ihrer Situation bedeuten, sondern vielmehr eine präzisere Bewertung auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse darstellen. Tatsächlich hat sich bei mehreren Arten der Bedrohungsgrad erhöht, was die Fragilität eines bedeutenden Teils der Landökosysteme der Kanarischen Inseln bestätigt.

Neben ihrem hohen ökologischen Wert erfüllen Arthropoden wesentliche Funktionen für das Gleichgewicht der Ökosysteme, darunter Bestäubung, Zersetzung organischer Substanz und die Aufrechterhaltung von Nahrungsketten. Dies macht ihren Schutz zu einer strategischen Priorität für Inselregionen wie die Kanarischen Inseln.

In den kommenden Wochen werden die Ergebnisse des Workshops überprüft und konsolidiert, bevor sie in das offizielle IUCN-System aufgenommen werden. Dies ist ein notwendiger Schritt vor ihrer Veröffentlichung in der nächsten Aktualisierung der Roten Liste, einem zentralen Instrument zur Priorisierung von Schutzmaßnahmen auf globaler Ebene.

Durch Initiativen wie diese stärken Loro Parque Fundación und das IUCN Macaronesia Species Survival Centre ihre Rolle als internationale Referenz in den Bereichen Naturschutz, angewandte Wissenschaft und Schutz der biologischen Vielfalt und tragen aktiv dazu bei, das einzigartige Naturerbe der Kanarischen Inseln für zukünftige Generationen zu bewahren.