Meeresschutzgebiet Makaronesien

Kategorie Abgeschlossen
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Die Region Makaronesien – Azoren, Madeira, Kanarische Inseln und Kapverden – verfügt über einen enormen Reichtum und eine große Vielfalt an Walen und Delfinen. Aus diesem Grund setzt sich die LPF für die Einrichtung eines Meeresschutzgebietes ein, um den Schutz dieser für die Gesundheit des Ozeans so wichtigen Tiere zu gewährleisten.

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Die ozeanische Ökoregion Makaronesien erstreckt sich über die angrenzenden ozeanischen Gebiete der biogeografischen Region der Azoren, der Insel Madeira, der Kanarischen Inseln und der Kapverden. Dies ist ein Gebiet mit großer Artenvielfalt, in dem 80 % aller Walarten im Atlantik vorkommen. Aus mariner Sicht ist die Ökoregion vor allem durch das Canary Current Large Marine Ecosystem (CCLME) geprägt, das zu den vier größten Auftriebssystemen der Welt gehört.

Nach Angaben der Globalen Umweltfazilität (Global Environment Facility) der FAO zeigt das große Meeresökosystem des Kanarenstroms einen Rückgang seiner lebenden Meeresressourcen, sowohl in Bezug auf die Verteilung, den Bestand als auch auf das Paarungs- und Fortpflanzungsverhalten. Dazu gehören kleine pelagische Fische, Grundfische, Krustentiere und auch andere Arten wie Meeressäuger, Haie, Sägerochen, Seevögel und Schildkröten. Die Hauptursachen für den Rückgang sind die Überfischung aufgrund von Überkapazitäten der industriellen und handwerklichen Flotten, die Überfischung kritischer Lebensräume und Kinderstuben, der Einsatz nicht selektiver und zerstörerischer Fanggeräte, die illegale Fischerei und Veränderungen aufgrund von Umweltschwankungen. Hinzu kommt die Bedrohung durch den immer stärker werdenden Seeverkehr, der einerseits ein zunehmendes Kollisionsrisiko für die Großwale in dem Gebiet darstellt, und andererseits die Entstehung von Unterwasserlärm.

In den letzten zehn Jahren hat das Interesse an den Auswirkungen von Unterwasserlärm auf lebende Organismen zugenommen. Dabei wurde festgestellt, dass nicht nur Wale und Meeressäuger im Allgemeinen empfindlich auf diese Art der Verschmutzung reagieren, sondern dass auch Schildkröten, Fische, Krebstiere, Kopffüßer und praktisch alle Meeresorganismen davon betroffen sein können.

Die Einrichtung eines Schutzgebiets für Meeressäuger in Makaronesien ist ein Projekt, das ursprünglich vom Internationalen Tierschutzfonds (IFAW) und der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger (GSM) vorgeschlagen wurde. Die Loro Parque Fundación hat sich die Einrichtung dieses Schutzgebiets zum Ziel gesetzt und finanziert seitdem verschiedene Projekte zum Schutz von Walen, Meeresschildkröten und Haien.

Mit den Mitteln wurden die Bedürfnisse verschiedener Forschungsgruppen in dieser Region abgedeckt, von den Studien, die erste Erkenntnisse lieferten und die Arten und ihren Populationsstatus beschrieben, bis hin zum CanBIO-Projekt, das sich auf ein besseres Verständnis der Bedrohung der Meeresökosysteme durch den Klimawandel und die Verbreitung der Wale in den unerforschten Gebieten der Region konzentriert.

In den letzten 25 Jahren gab es einen Quantensprung bei den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Wale in Makaronesien und die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind. Gleichzeitig hat sich der Walschutz von dem ursprünglichen Konzept eines Schutzgebiets zu dem ganzheitlicheren Konzept eines Meeresschutzgebiets (MPA) entwickelt, um den neuen Herausforderungen beim Schutz der Meeressysteme gerecht zu werden.

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